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für Lehrerinnen und Lehrer
an Grundschulen
beim Schulamt
für die Stadt Bonn


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Anträge aus der Personalversammlung vom 10.04.2014

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Antrag Nr. 1

der  Personalversammlung Grundschulen Bonn am 10.4.2014

Adressat: Stadt Bonn

Reinigung an Bonner Grundschulen

Die Personalversammlung beschließt:

Der „Leistungswertrahmen“ für Schulen, durch den sich die tatsächlichen Reinigungszeiten ergeben, soll für Grundschulen an deren Raumsituation und das deutlich veränderte Nutzerverhalten angepasst und somit deutlich verringert werden. 

Begründung:

Das Schulleben in den Grundschulen findet über den ganzen Tag, oft auch noch den Abend, verteilt statt. Mehr als die Hälfte aller Bonner Grundschulkinder besuchen im Anschluss an den Unterricht die  OGS oder Übermittagsbetreuung in Schulräumen. Die Räume werden somit den ganzen Tag von vielen kleinen und großen Menschen intensiv genutzt. Grundschulräume sind mit ihrer räumlichen Ausstattung mit vielen Tischen, Regalen, Materialien etc. nicht vergleichbar mit den Räumen in weiterführenden Schulen, werden aber dennoch am gleichen Leistungswertrahmen gemessen. Hinzu kommt, dass in vielen Schulen alle Räume ganztägig von Schule und OGS genutzt werden und somit die Kinder sich mehr als die Hälfte ihres täglichen Erlebens dort aufhalten. Dadurch lässt sich auch vermehrte Verschmutzung nicht vermeiden, umso wichtiger ist es, einen sorgfältig sauberen und hygienisch einwandfreien Zustand in den Schulen herzustellen.

Wenn tatsächlich alle in der Leistungsbeschreibung der Stadt Bonn zur Gebäudeinnenreinigung  aufgeführten Reinigungsleistungen , zusätzlich auch noch in dem Turnus der Angaben zwischen täglich, wöchentlich, monatlich wechselnd, sorgfältig und angemessen durchgeführt werden sollen, reicht der derzeitige Leistungswertrahmen von 240 – 300 m² für pro Stunde für Klassenräume und 180 – 450 m² pro Stunde für Verkehrsflächen offensichtlich nicht aus, um einen guten Reinigungserfolg zu erzielen.  Es gibt schon jetzt keine Grundschule, deren Grundreinigungszustand  befriedigend wäre.

 

 

Antrag Nr. 2

der Personalversammlung Grundschulen Bonn am 10.4.2014

 

Adressat: Stadt Bonn

 

 

Klassengrößen im GL der Grundschulen

 

Die Personalversammlung beschließt:

Der Schulträger wird aufgefordert, von seinem Recht Gebrauch zu machen, die Größe der Eingangsklassen je  nach Situation der Schulen zu differenzieren.

Die Schülerzahl in Klassen des gemeinsamen Lernens an Grundschulen darf 25 Kinder nicht überschreiten.

 

Begründung:

Die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern mit erhöhtem bzw. sonderpädagogischem Förderbedarf, die ab jetzt vermehrt in Regelklassen unterrichtet werden, ist in Klassen von bis zu 30 Kindern kaum möglich. Vom MSW wurde dies offenbar erkannt und dieser Tatsache durch die Deckelung der GL-Klassengrößen in den Sekundarschulen Rechnung getragen.

Es gibt keinen erkennbaren fachlichen Grund, warum das nicht auf Grundschulen übertragen wird, zumal sich auch der allgemeine pädagogische Förderbedarf von Grundschulkindern erhöht hat.

Untersuchungen von Kinderärzten etwa über massiv angestiegene Zahlen von Sprachentwicklungsverzögerungen und Verhaltensproblematiken sind bekannt.

Um den Kindern gerecht zu werden und die Gesundheit der Lehrkräfte zu erhalten, ist eine Deckelung der Klassengrößen (nicht nur der Eingangsklassen) auch in der Grundschule erforderlich.

 

 

 

 

Antrag Nr. 4

der Personalversammlung Grundschulen Bonn am 10.4.2014

 

Adressat:

Schulministerium

 

 

Inklusion braucht mehr Ressourcen

 

Die Personalversammlung beschließt:

 

Die Personalversammlung fordert das Ministerium auf, die notwendigen Gelingensbedingungen für die Inklusion zu gewährleisten, damit Inklusion nicht als kostenneutrale bzw. kostensparende Mogelpackung gestaltet wird.

Zu den Gelingensbedingungen gehören u.a.

 

-         Die sukzessive Senkung der Klassenfrequenz für inklusiv arbeitende Klassen auf 20 SchülerInnen, mit maximal 5 SchülerInnen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf.

-         eine durchgängige Doppelbesetzung mit einer Lehrkraft der allgemeinbildenden Schule und einer sonderpädagogischen Lehrkraft in Klassen mit Gemeinsamen Lernen, damit beide Lehrkräfte ihre pädagogische und fachliche Verantwortung im Team wahrnehmen können.

-         Vertretungskonzepte, die es ermöglichen die Doppelbesetzung beizubehalten (Poolkonzept sowohl für die Lehrkräfte der allgemeinen Schule als auch der Lehrkräfte für Sonderpädagogik).

-         die Bereitstellung von zeitlichen Ressourcen: Anrechnung von Teamarbeit, Fortbildung, Kooperation, kollegialer Beratung und Schulentwicklung als Teil der Arbeitszeit auf die Unterrichtsverpflichtung.

-         die Gewährleistung von multiprofessionellen Teams wie zum Beispiel von SozialpädagogInnen, PsychologInnen, LogopädInnen, ErgotherapeutInnen, Assistenz- und Pflegekräften.

-         die dauerhafte Bereitstellung einer Schulsozialarbeiterstelle für jede Schule.

-         die Verbesserung der sachlichen, räumlichen und finanziellen Rahmenbedingungen.

-         bauliche Veränderungen der Schulen (zweigeteilte Klassenräume, Wickelraum, Rückzugsräume, Förderräume, Schulküche).

 

 

Antrag Nr. 5

der Personalversammlung Grundschulen Bonn am 10.4.2014

 

Adressat:

Schulministerium

 

Diagnostik in der SEP

 

Die Personalversammlung beschließt:

Unabhängig von der Ressourcenzuweisung soll eine praktikable Lösung für Diagnose, Leistungsbewertung und Zeugniserstellung für solche Kinder in der SEP erarbeitet werden, die bisher den Förderschwerpunkten LES zugeordnet wurden.

 

 

Begründung:

AOSFs  für die Förderschwerpunkte Lernen, Sprache und sozial-emotionale Entwicklung können in der SEP mit wenigen Ausnahmen von den Schulen nicht mehr beantragt werden.

Schülerinnen und Schüler mit  diesem Förderbedarf gibt es dort aber weiterhin. Eine fundierte Diagnostik, die über eine einfache Dokumentation hinausgeht, ist erforderlich, um diese Kinder angemessen fördern zu können. Ungeklärt ist bisher zudem, welche Leistungsbewertung und Zeugnisse diese Kinder erhalten sollen.

 

Antrag

der Personalversammlung am 10. April 2014

Adressat: Schulamt für die  Stadt Bonn

 

Thema: Zuweisung von Sonderpädagogen-Stellen aus dem regionalen Stellenbudget für die sonderpädagogische Förderung

 

 

Die Personalversammlung beschließt:

 

Die Personalversammlung fordert, dass es für die  Zuweisung der Sonderpädagogen an die Grundschulen innerhalb der Stadt Bonn transparente Kriterien gibt, die sich u.a. am Einzugsgebiet der Schulen, an der Anzahl der wohnortnahen Schülerinnen und Schüler mit diagnostizierten sonderpädagogischen Förderbedarf und  an sozialräumlichen Faktoren, wie Wohnortnähe, orientieren. Der Status Quo muss beibehalten werden.

 

 

Begründung:

 

Viele GU-Schulen im Bonner Stadtgebiet haben sich in den letzten Jahren mit sehr viel Arbeit ein gut laufendes System erarbeitet. Eine Kultur des Behaltens prägt diese Schulen. Vor allem Schulen im sozialen Brennpunkt haben einen sehr hohen Anteil von Schülerinnen und Schülern mit diagnostiziertem sonderpädagogischen Förderbedarf (teilweise bis zu 1/5  der Schülerschaft). Dazu kommen viele Schülerinnen und Schülern, die nur dadurch die für sie nötige Förderung erhalten, dass die Schule durch eine gute Besetzung mit Sonderpädagogen die nötigen Ressourcen aufweisen kann.

 

Für die meisten Schulen im sozialen Brennpunkt würde die neue Stellenzuweisung für Schülerinnen und Schüler aus dem LES-Bereich („nach Möglichkeit mind. eine halbe Stelle pro Zug, mindestens eine ganze Stelle pro Schule“) bedeuten, Stellen zu verlieren, obwohl die Anzahl der Schülerinnen und Schüler mit Lern- und Entwicklungsstörungen nicht kleiner, sondern eher größer wird, da diese Schülerinnen und Schüler schon jetzt wohnortnah zur Schule gehen.

 

Wir sind der Meinung, dass Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf weiterhin die ihnen zustehende Förderung erhalten müssen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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